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Ende gut, alles gut

Ein Bienenjahr mit schwierigem Start und reicher Sommerernte

Oliver Egeter (Eg)

erschienen als Artikel in der Neuen Fricktaler Zeitung am 29.03.2018

Zeiningen, 23.03.2018. Der April-Frost 2017 setzte den Bienen zu. Der Sommer bescherte den Imkern dafür eine gute Waldhonig-Ernte. Imker und Landwirte starten eine Zusammenarbeit zum Erhalt und der Förderung von Bienen.

Zur Generalversammlung des Imkervereins Rheinfelden begrüsste Vereinspräsidentin Brigitte Denk zahlreiche Mitglieder und Gäste. In ihrem Rückblick liess sie die herausragenden Ereignisse in 2017 Revue passieren. Der Frost im April vernichtete die meisten Obstblüten und führte zu grossen Ernteausfällen bei Landwirten und Imkern. Ein gutes Sommerklima entschädigte dafür die Imker mit einer ausgezeichneten Ernte an Waldhonig. Honigkontrolleur Rolf Clausen führte Betriebsinspektionen und Honigkontrollen durch und konnte die gute Qualität des verarbeiteten Honigs bestätigen.
Belegstellenleiter Christoph Wüthrich berichtete über ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr in der Königinnen-Zucht. 210 Bienenköniginnen konnten befruchtet werden. Die Belegstelle auf dem Chriesiberg wird in Bezug auf die Auffuhrzahlen mittlerweile auf dem zweiten Rang geführt.

Steigende Mitgliederzahlen

Die Mitgliederzahlen des Vereins entwickelten sich erfreulich. Brigitte Denk konnte vier Neumitglieder an der Generalversammlung mit einer Rose begrüssen.
Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden Ernst Ischi Stalder (65 Jahre) und Gustav Freiermuth (25 Jahre) geehrt.

Über den Tellerrand blicken zum Wohl der Bienen

Die praktische Weiterbildung und der Erfahrungsaustausch ist zentraler Bestandteil im Vereinsleben. Dafür hatte der Vorstand ein attraktives Programm zusammengestellt mit Standbesuchen, Fortbildungen und einer Exkursion zum Thema bienenfreundliche Pflanzen im öffentlichen Raum und privaten Gärten. In 2017 wurde das kantonale Projekt "Bienenfördernde Landwirtschaft" gestartet. Imker und Landwirte des Kantons Aargau wollen gemeinsam die Honig- und Wildbienen erhalten und fördern. Massnahmen sollen in den nächsten sechs Jahren umgesetzt werden.

Herausforderungen

Abgesehen von der Dauerbelastung durch die Varroamilbe blieben im Bezirk Rheinfelden die Bienen in diesem Jahr von grösseren Krankheitsfällen verschont. Bieneninspektor Heinz Soder mahnte jedoch zur Aufmerksamkeit. Er berichtete von Sauerbrutfällen in benachbarten Sektionen sowie neuen Feinden der europäischen Bienen, dem kleinen Beutekäfer aus Afrika und der asiatischen Hornisse, die vermehrt auch in unsere Breiten einwandern. Um das Risiko für Krankheiten gering zu halten, wird der Verein im Jahresprogramm das Thema "Hygiene und Sauberkeit rund um das Bienenhaus" bearbeiten.

1_Gute Beteiligung an der Generalversammlung des Imkervereins

 

 

Kantonale Delegiertenversammlung 2018

Am Samstag, dem 03.März 2018 fand die kantonale Delegiertenversammlung in Abtwil statt. Der Imkerverein Rheinfelden wurde vertreten durch Brigitte Denk, Ruth Schafroth, Michaela Sacher, Reto Caflisch und Heinz Soder.

Andreas König, der Verbandspräsident, ergriff die Gelegenheit, um Ruth Schafroth für ihren 16 jährigen Einsatz als Präsidentin der Sektion Rheinfelden zu ehren. In ihrer Tätigkeit als Präsidentin hat sie den Verein zu dem gemacht, was er heute ist:

  • ein wachsender Verein, der für seine Mitglieder jedes Jahr ein tolles Weiterbildungsprogramm organisiert.
  • wo es an den Treffen zu einem wertvollen Austausch zwischen Alt-, Neu- und Jungimkern kommt.
  • wo eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorstand gepflegt wird.

Dafür hat sie der Verein an der GV 2017 zur Ehrenpräsidentin gewählt.

 

 

Bild 1: Freude herrscht bei Ruth und Andreas König 

 

Bild 2: Übergabe des Präsentes an Ruth

 

Bild 3: Rege Beteiligung an der Delegiertenversammlung

 

 

 

Gemeinsame Herbstversammlung 2017 der Imkervereine Fricktal, Laufenburg und Rheinfelden

Oliver Egeter

 

Zur diesjährigen Herbstversammlung am 2. November in der Steinli-Aula in Möhlin begrüsste Brigitte Denk, die Präsidentin vom Imkerverein Rheinfelden mehr als 80 Imkerinnen und Imker der geladenen Sektionen. Zentrales Thema war die Varroa- Behandlung durch Hyperthermie mit dem Vatorex- System. Willi Brunner, auf dessen Idee das System basiert, erläuterte in einem Vortrag mit grossem Einsatz die Funktionsweise und den Nutzen seiner Erfindung für die Bienenzucht. 

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Bild 1: Willi Brunner, Erfinder des Vatorex Systems.

 

Das fachkundige Publikum nutzte ausgiebig die Gelegenheit, um Fragen an den Referenten zu richten, welcher diese mit Geduld im Detail beantwortete. Nach einer Pause, in der wir uns bei Most und Birewegge stärkten, bestand Gelegenheit, das System vor Ort zu begutachten und mit Willi Brunner und seinem Mitarbeiter, Chris Ernst die Anwendung zu diskutieren. 

Dass unsere 3 Imkervereine mit dem diesjährigen Motto voll im Trend liegen zeigt sich daran, dass das kantonale Jahresthema für 2018 "Ameisensäurefreie Varroa- Bekämpfung" heisst. 

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Bild 2: Experten- Austausch zum Thema Hyperthermie mit Chris Ernst (mitte).

 

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Bild 3: Willi Brunner erklärt die Funktionsweise der Heizdrähte in einer Mittelwand.

 

Am Rand der gut besuchten und gelungenen Veranstaltung blieb ausreichend zeit, um sich mit den Kollegen der befreundeten Vereine über unsere leidenschaft, der Bienenzucht, auszutauschen und ein wenig mit der überdurchschnittlichen Honigernte in diesem Jahr zu prahlen. 

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Bild 4: Mehr als 80 Teilnehmer der Inkervereine Rheinfelden, Fricktal und Laufenburg lauschten interessiert dem Vortrag zum Vatorex System. 

 

Exkursion zum Thema Trachtpflanzen 2017

Die Vielfalt an Trachtpflanzen in unseren Gärten war das Thema einer 2-stündigen Exkursion, geführt von Botanikerin und Imkerin Christine Bühler-Vuille. Auf einem Spaziergang durch Magden am zunächst sonnigen Vormittag des Muttertages veranschaulichte Christine, wie wir durch Pflanzung naturnaher Gärten dazu beitragen können, den Speiseplan unserer Bienen abwechslungsreich zu gestalten. Futtervielfalt stärkt das Immunsystem der Bienen. 

IMG Gruppenbild

Der Nutzen für die Pflanzen am Bienenbesuch ist die Weitergabe ihres Pollens. Wir lernten, dass Schmetterlingsblütler dafür die Bienen mit den Staubblättern am Bauch streicheln und die Lippenblütler am Rücken - beides eine angenehme Vorstellung. Die Nektargefässe mancher Blüten, zum Beispiel Beinwell und Akelei, sind für die Bienen nur dann errreichbar, wenn die Blütenblätter zuvor von Wildbienen oder Hummeln durchbohrt werden - Teamarbeit in der Insektenwelt. 

IMG Details

Beeindruckt hat uns Christine auch mit einer mitgebrachten, ca. 10 cm grossen, wunderschönen Raupe eines Weidenbohrers. Die Raupe nistet in Weiden, was zum Absterben der Bäume führen kann. die dann als Nahrungsquelle für die Bienen ausfallen. 

IMG Weidenbohrer

Zum Abschluss lud uns Christine zu einem botanischen Apero mit Wildkräuter-Apfelsaft und selbstgebackenem ein. 

IMG Apero 3

Vielen Dank an Chrtistine für die gelungene Veranstaltung.

 

Oliver Egeter

 

 

Arbeitstag 2017 auf der Belegstelle Chriesiberg

Die Königinnen können kommen

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Dank einem Arbeitseinsatz von Leo, Ruth, Michaela, Walti, Beat, Reto und Brigitte Konnte die Belegstation am 15.4. auf Vordermann gebracht werden. Die Brettchen für die Apidea-Kästchen wurden geprüft, festgeschraubt oder ersetzt. 

 

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Das Gelände musste gemäht, der Zaun freigeschnitten, die Stäucher zurückgeschnitten und noch ein paar Platten verlegt werden. Erfreulicherweise sind über die Hälfte der im 2016 gesteckten Weiden angewachsen. 

 

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Nach getaner Arbeit gab es einen kleinen Apéro und wie immer Tipps und Erfahrungen aus dem Imkerleben. Christoph Wüthrich hat bereits dafür gesorgt, dass viele Drohnen die jungen Königinnen für den Hochzeitsflug kaum erwarten können. 

Ein herzlicher Dank an die Mithelfer!    

Brigitte Denk